GEFUNDEN IM NETZ:
http://blog.nerathor.com/2008/01/16/world-of-warcraft/verbrannte-erde
” Die Welt ist im Wandel. Ich spüre es im Wasser. Ich spüre es in der Erde. Ich rieche es in der Luft. Vieles, was einst war, ist verloren, da niemand mehr lebt, der sich erinnert.
Jeder Hordler kennt das Problem im Alterac Tal:
Von den 40 anwesenden sind nur 30 aktiv, der Rest rennt blöd gegen Wände, doch das ist eine andere Geschichte.
Von den 30 ballern 25 zu Balinda in den Stonehearth Outpost. Falls Stonehearth Bunker nicht komplett vergessen werden sollte reitet einer hin und wendet sich erstmal den Wachen dort zu anstatt sofort die Flagge zu tappen damit der 4 Minuten Countdown zur Annektierung startet.
Nachdem der Bunker dann getappt (meistens zeitgleich wenn Balinda down geht) wurde verlässt dieser Spieler wieder den Bunker und zergt mit den 29 anderen Zombies Richtung Norden zum Stonehearth Graveyard (diesen nehmen dann meistens so 5 Spieler ein, verlassen ihn aber generell 1 Minute bevor er der Horde gehört) und Icewing Bunker. Bei diesem dann dasselbe Spiel wie beim Stonehearth Bunker: Ein bis zwei Spieler rennen rein, legen erstmal in aller Seelenruhe die Wache um um dann eventuell mal die Flagge an zu tatschen. Sobald dies geschehen ist wird sich dem weiter gen Norden ziehenden Mob angeschlossen.
Liegt ja eigentlich noch im Zeitplan könnte man denken.
Doch Arschlecken 2,50: In der Zwischenzeit hat die Allianz bereits die beiden Frostwolf Towers sowie die Frostwolf Relief Hut getappt. Snowfall Graveyard, Captain Calvangar, Iceblood Tower, Iceblood Graveyard, Tower Point und Frostwolf Graveyard werden dann von der großen, Richtung Süden ziehenden Masse von Allianzlern erobert.
Ein paar einzelne Nachzügler haben ebenfalls die von der Horde getappten Bunker und Friedhöfe wieder zurück erobert, sodass es nicht selten am Ende mit den Reinforcements mehr als mau aussieht.
Weil auf die Idee die verlorenen Hordetürme wieder zu holen kommt niemand. Lieber zu 30 in Dun Baldar zergen und die dortigen Bunker zum 5. mal wieder verlieren.
Doch dieses Szenario könnte demnächst der Vergangenheit angehören. Nach Donnerfels, zwei weiteren Flugpunkten im Brachland und Unterstadt rollt der nächste Kracher aus Amerika auf Europa zu: The Scorched Earth Tactic - die Taktik der verbrannten Erde.
Der Begriff stammt ursprünglich aus der Welt der “realen” Kriegsführung und beschreibt das Vorgehen einer Armee auf dem Rückzug.
Bei diesem wird alles, was dem Feind noch irgendwie von Nutzen sein könnte dem Erdboden gleichgemacht. “Erfolgreich” zum Einsatz kam diese Taktik bereits beim Krieg der Skythen gegen Perserkönig Darius I, dem amerikanischen Bürgerkrieg, sowie dem 1. und 2. Weltkrieg.
Übertragen auf World of Warcraft bedeutet dies heulende Allianzler (und wieder und wieder), die gesamte Realmpools boykottieren und sich nicht mehr zum Alterac anmelden, da die Horde einfach zu sehr dominiert. Denn wer geht nach ca. 30 Minuten schon gern mit 0 Punkten Extraehre nach Hause?
Wie das ganze taktisch um zu setzen ist, hat Murna im Blizzforum sehr schön beschrieben:
Die Horde muss zuallererst verstehen, dass deffen wichtig und leicht ist.
20 Hordler versammeln sich an der haarnadelengen Stelle direkt westlich ihres IBGY (Iceblood-Graveyard = Eisblutfriedhof).
Diese Stelle ist wahnsinnig leicht zu verteidigen, die Allys MÜSSEN da vorbei, um zur Flagge zu kommen.
Auch Eisblutturm und Galvangar kann man schnell deffen, falls dies nötig sein sollte.
Die restlichen 20 Hordler reiten geschwind richtung Stonehearthbunker.
Hier gehen am besten nur 1-2 leute rein. da der Bunker als Hordler sogar schneller zu erreichen ist, als als Allianzler, ist dieser quasi geschenkt. die restlichen 18 Hordler überrennen SHGY (stonehearth graveyard) und HALTEN diesen.
Auf gar keinen fall darf man jetzt Balinda machen…
Eine Gruppe von 5-6 leuten, je nach Ally def, macht sich auf um den Snowfall Friedhof einzunehmen. diese 5 leute können aus off oder def kommen, je nachdem, wo mehr allys sind. was jetzt passiert -> die ally offensive bekommt keinen nachschub mehr.
Selbst wenn sie es geschafft hat (bei nur wenigen horde deffern z.B.), Eisblutfriedhof zu tappen, wird dieser bald von der frostwolffriedhof-spawnenden horde-verteidigung zurückerobert.
Alle sterbenden Allies spawnen Stormpike. nun muss die Horde nur noch die kleine Passage am Eisschwingenbunker zu machen. ist der Stonehearthfriedhof gesichert, kann sich eine kleine Gruppe aufmachen, um Balinda zu töten.
die Horde hat also 2 türme (Eisschwingen+stonehearthbunker) und Balinda getötet, die Allys nix. macht 250 verstärkung Vorteil. Der Rest wird in einem riesigen Zerg per Kills erledigt.
Idealerweise findet sich noch eine gruppe von Schurken und Druiden, um Dun Baldar Bunker einzunehmen.
Die Taktik heißt deswegen verbrannte Erde, weil den Allies nicht erlaubt wird, eigene Türme zu zerstören. Man hält sie hinter Eisschwingenbunker auf, und dahinter brennen ihre Bunker auf ihrer eigenen Erde.
Ich bin gespannt, wie lange es bei uns dauert, bis sich dieser Tritt zwischen die Allianzbeine bei uns durchgesetzt hat.”

